Hunde strukturieren ihre Umwelt über körperliche Muster. Bewegungsrichtung, Rhythmus, Muskelspannung, Atemfrequenz, räumliche Enge oder Offenheit und die Verteilung von Reizen ergeben ein Gesamtsignal, das der Hund unmittelbar über sein Nervensystem verarbeitet.
Menschen hingegen ordnen dieselbe Umwelt über Sprache, Absichten, Bewertungen und mentale Modelle. Beide Systeme beschreiben die gleiche Realität, erzeugen jedoch unterschiedliche Bedeutungen. Aus dieser Differenz entstehen im gemeinsamen Alltag die meisten Missverständnisse.
Stabilität aus Sicht des Hundes entsteht nicht durch verbale Erklärung, sondern durch Musterklarheit: vorhersehbare Abläufe, erkennbare Übergänge und konsistente körperliche Signale.
Der Kurs betrachtet Verhalten nicht als Entscheidung oder Charaktermerkmal, sondern als Ausdruck eines Nervensystems, das Reize sortiert und Belastung reguliert. Es geht nicht um Training, sondern um Verständnis biologischer Mechanismen.
Du kannst die Inhalte im eigenen Tempo bearbeiten. Pausen sind jederzeit sinnvoll, besonders wenn innere Spannung bemerkbar wird. Das Intro bildet die theoretische Grundlage für alle weiteren Module.